Unternehmensnachfolge in Hamburg

Inhaber eines Unternehmens investieren sehr viel Zeit und Geld in ihre Unternehmen, damit diese erfolgreich am Markt sind und die Geschäfte reibungslos laufen. Es gibt jedoch Situationen – sei es aufgrund von Alter, Krankheit oder Tod – in denen die Unternehmensfortführung durch den ursprünglichen Inhaber nicht mehr möglich ist. Dann ist im Rahmen der Unternehmensnachfolge alles Wichtige zu regeln, um den Wert des Unternehmens zu erhalten und bei einem Verkauf ggf. noch einen Veräußerungsgewinn erzielen. Voraussetzung ist allerdings, dass  man vorher ein genaues Konzept erarbeitet hat.

Unsere Kanzlei Fischer Wirtschaftsprüfer / Steuerberater in Hamburg hilft Ihnen dabei dieses Konzept zu erarbeiten. Hierbei sind sowohl ertragsteuerliche als auch erbschaft- bzw. schenkungsteuerliche Sachverhalte zu berücksichtigen. Allerdings müssen auch die Verträge rechtssicher gestaltet werden, damit es später zu keinen rechtlichen Problemen oder Missverständnissen kommen kann. Gerne beraten wir Sie in unserer Kanzlei über alle nötigen Schritte. Sie können sich auf unserer Webseite zunächst einen Überblick zu dem Thema verschaffen.

Unternehmensnachfolge in Hamburg

Unternehmensnachfolge?

Was ist eine Unternehmensnachfolge?

Die Unternehmensnachfolge ist ein Prozess, in welchem Unternehmen durch Rechtsakt auf einen Nachfolger übergehen. Sie kann nicht nur über einen Verkauf realisiert, sondern auch durch eine Schenkung oder Erbschaft herbeigeführt werden.  Bei einem Verkauf steht die Erzielung eines letzten endgültigen Gewinns für den Veräußerer im Mittelpunkt seiner Interessen. Bei einer Schenkung oder einer Erbschaft soll das Unternehmen unentgeltlich auf den oder die Nachfolger übergehen. Dies ist häufig innerhalb von  Familien der Fall aber auch bei der Übernahme durch Stiftungen.

Dieser Nachfolgeprozess kann unterschiedliche Gründe, wie etwa Krankheit, Alter oder Tod, haben.

Prozess?

Wie gestaltet sich der Prozess?

Wenn das Unternehmen verschenkt oder vererbt wird, kann Schenkungssteuer oder Erbschaftsteuer entstehen. Ob dies so ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, die analysiert werden müssen.  Bei einem Verkauf des Unternehmens sollte man wissen, dass ggf. einkommensteuerliche Vergünstigungen bestehen, die berücksichtigt werden sollten. Diese Vergünstigungen sind abhängig von der Art des Unternehmens. Sofern  es sich zum Beispiel um ein klassisches Einzelunternehmen handelt, wird der über Jahre angesammelte Firmenwert, der sich zumindest teilweise im Veräußerungspreis wiederfindet, begünstigt besteuert. Hat der Veräußerer das 55. Lebensjahr überschritten, kann er zudem für den Veräußerungsgewinn einen Freibetrag und einen ermäßigten Steuersatz beantragen.

Auch für die Schenkungs- und Erbschaftsteuer gibt es im Bereich des Betriebsvermögens Vergünstigungen, die teilweise zur völligen Verschonung dieses Vermögens führen können.

Das Ziel

Das Ziel dieses Prinzips

Handelt es sich z.B. um eine Unternehmensnachfolge aufgrund des Alters des Unternehmensinhabers, geht es  in erster Linie darum einen Übergang z.B.  auf Familienangehörige zu schaffen. Bei jedem Übergang ist nicht nur der Faktor Steuern zu beachten, sondern auch betriebswirtschaftliche Aspekte wie z.B. die Frage ob das vorhandene Personal übernommen werden sollte, was bei einer kompletten Betriebsübernahme arbeitsrechtlich zwangsläufig der Fall ist. Natürlich bietet das angestammte Personal den Vorteil, dass es bereits eingearbeitet ist. Neue Mitarbeiter müssen erst einmal mit den neuen Aufgaben vertraut gemacht werden.

Auch die Vereinbarung einer Leibrente, sprich der Käufer zahlt keinen Preis für das Unternehmen, sondern der Verkäufer bekommt stattdessen eine lebenslange Rente, kann eine sinnvolle Lösung für die Übertragung von Unternehmen sein. Die begünstigte Besteuerung sowie ein Freibetrag für den Veräußerungsgewinn entfallen allerdings in diesem Fall.

Eine Unternehmensnachfolge kann im Prinzip jeder durchführen, der ein Unternehmen besitzt. Unterstützung kann man dabei von Beraten beziehen, wie etwa Unternehmensberater, Wirtschaftsprüfer oder Steuerberater. Wir von der Kanzlei Fischer Wirtschaftsprüfer / Steuerberater, in Hamburg stehen Ihnen somit gerne als Ansprechpartner für eine Unternehmensnachfolgeberatung zur Seite.

Die Nachfolge antreten, kann wiederum jeder. Anwärter können Familienangehörige sein oder es kann auch ein interner Wechsel stattfinden, wenn sich ein langjährig bewährter Mitarbeiter dafür anbietet die Nachfolge anzutreten. Der aktuelle Unternehmensleiter hat aber auch die Option, es über den Markt abzuwickeln. Dies kann über entsprechende Unternehmensbörsen, über Banken oder Anzeigen geschehen.

Unterscheidung

Kann man verschiedene Arten der Unternehmensnachfolge unterscheiden?

Einerseits kann hinsichtlich der Ursache der Unternehmensnachfolge unterschieden werden. Bei der Unternehmensnachfolge durch Verkauf kann je nach Art des Unternehmens weiter differenziert werden:

  • Asset Deal: Hierbei erwirbt der Käufer aufgrund des Trennungs- und Abstraktionsprinzips jeden einzelnen Vermögensgegenstand eines Unternehmens. Je nach vertraglicher Einigung gehören hierzu auch die Schulden. Ein Asset Deal liegt stets beim Verkauf eines Einzelunternehmens vor.
  • Share Deal: Dieser betrifft Kapitalgesellschaften wie die GmbHs oder Aktiengesellschaften. Hier werden nicht die einzelnen Vermögensgegenstände erworben sondern die Anteile an der Kapitalgesellschaft, da die Vermögensgegenstände weiterhin zivilrechtliches Eigentum der selbständig rechtsfähigen juristischen Personen bleiben. Der Erwerber wird somit Anteilseigner der Gesellschaft.

Eine Besonderheit der Unternehmensfolge ist bei der GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) gegeben. Sollte vertraglich nichts geregelt worden sein und ein Gesellschafter der GbR verstirbt, löst sich die GBR im Gegensatz zu anderen Gesellschaftsformen per Gesetz auf. Gesetzlich wurde dieser Sachverhalt so festgelegt, es besteht jedoch die Möglichkeit der vertraglichen abweichenden Regelung. Beispielsweise kann vereinbart werden, dass der Gesellschaftsanteil den anderen Gesellschaften zuwächst oder das Erbrecht eintritt.

Eine Kapitalgesellschaft ist u.a. durch die sogenannte Fremdorganschaft charakterisiert, d.h. ein Außenstehender des Unternehmens kann die Gesellschaft vertreten. Dementsprechend kann die Unternehmensnachfolge als einfacher Geschäftsführerwechsel abgewickelt werden. Der neue Leiter muss nicht zwangsläufig am Betrieb beteiligt werden oder muss es kaufen. Dann stehen natürlich den ursprünglichen Anteilseignern auch weiterhin die Gewinne zu.

Besonderheiten und Schwierigkeiten

Besonderheiten und Schwierigkeiten

In steuerlicher Hinsicht wären Besonderheiten die Einkommensteuer, welche beim Verkauf entsteht, die Erbschaftssteuer oder die Schenkungssteuer. Letzteres beschreibt das Verfahren, dass die Firma an jemand drittes oder an einen Familienangehörigen verschenkt wird – etwa so wie ein vorweggenommenes Erbe. Inhaltlich entspricht die Schenkungssteuer der Erbschaftssteuer, die Steuern sind also weder höher noch geringer.

Schwierigkeiten bei dem Prozess der Nachfolge können vor allem bei der GBR entstehen, wenn keine Regelungen vertraglich vereinbart worden sind und die Gesellschaft aufgelöst werden muss. Die Schwierigkeit hierbei ist, dass man diesen Sachverhalt nachträglich nicht mehr abändern kann. Es besteht nur die Option nach der Auflösung ein neues Unternehmen zu gründen. Dies kann jedoch nicht mehr als Unternehmensnachfolge bezeichnet werden. Interessant für den Nachfolger ist dann die Einarbeitung in den neuen Betrieb, der Umgang mit den neuen Kunden, den Verwandten sowie den Mitarbeitern. Er wird vielen neuen Eindrücken ausgesetzt, dabei kann es natürlich passieren, dass der Nachfolger auf internen Widerstand stößt.

Die Voraussetzungen

Die Voraussetzungen

Bezieht man sich auf die GBR, so ist es sicherlich hilfreich sich bereits bei der Gründung mit diesem Thema auseinander zu setzen oder zumindest früh genug mit der Planung anfangen. Der Geschäftsführer und Gesellschafter sollte sich rechtzeitig Gedanken darüber machen, was im Falle seines Verscheidens zu tun ist. Ein Konzept, also ein Nachfolgeplan, sollte ausgearbeitet werden. Sprich, wer das Unternehmen erhalten oder führen soll. Der Inhaber sollte ihn, sofern möglich, beim Einarbeitungsprozess unterstützen..

Abgesehen von der GbR ist der Geschäftsanteil grundsätzlich vererbbar, weswegen sich der Inhaber die Frage stellen muss, ob er dies überhaupt möchte. Möchte er es über die klassische Erbfolge ablaufen lassen, oder will bspw. einen nicht aus der gesetzlichen Erbfolge stammenden Nachfolger bestimmen. Klärt man früh genug wie die Übergabe ablaufen soll, kommt es zu weniger rechtlichen Problemen.

Wichtig für die Abwicklung sind das BGB, das HGB und bei klassischen Gesetzten das GmbH Gesetz sowie das Aktiengesetz.

Wichtig

Wichtig für unsere Mandaten

Für unsere Mandanten ist es wichtig, Ihre Wünsche für die Unternehmensfolge mit der Wahl der Rechtsform und der vertraglichen Ausgestaltung in Einklang zu bringen. Beim Verkauf gilt es den Wert des Unternehmens und somit einen optimalen Verkaufspreis zu ermitteln. Hierzu steht unsere Kanzlei Fischer Wirtschaftsprüfer / Steuerberater in Hamburg beratend zur Seite.

Wichtig sind zudem gegebenenfalls anfallende Formalitäten. Denn beim Verkauf von z.B. Anteilen einer GmbH oder auch dem Verkauf eines Einzelunternehmens inklusive eines Grundstücks werden die Dienste eines Notars benötigt.

Eine Unternehmensnachfolge wird grundsätzlich über die Bank finanziert. Hier müssen rechtzeitig Angebote eingeholt werden und ggf. Fördermittel von der KfW-Bank recherchiert werden.

Unsere Kanzlei in Hamburg

Zu unserer Kanzlei in Hamburg

Unsere Klienten können zwischen verschiedenen Wegen wählen, unsere Kanzlei Fischer Wirtschaftsprüfer / Steuerberater in Hamburg für eine Beratung zu erreichen. Entweder sie statten uns persönlich vor Ort einen Besuch ab oder kontaktieren uns telefonisch, per Mail, Fax oder Post. Die Anzahl der persönlichen Termine richtet sich nach der Komplexität des Sachverhalts.

Unsere Vorteile

Wir beraten Sie umfänglich und haben durch unser Netzwerk mit fachlich versierten Anwälten die Möglichkeit, auch zivilrechtliche Aspekte bei der Entscheidungsfindung zu berücksichtigen. Nachfolgeüberlegungen werden bei uns schon in der Gründungsphase von Gesellschaften einbezogen und enstprechende Regelungen in die Gesellschaftsverträge eingearbeitet. Außerdem bieten wir in unserer Kanzlei in Hamburg eine persönliche Beratung, die auf den Mandanten zugeschnitten ist und versuchen somit alles verständlich zu vermitteln. Wir besitzen im Bereich der Unternehmensnachfolge mehrjährige Erfahrungen, sodass wir dahingehend unsere Expertise aufbauen konnten.

Leistungen der Kanzlei Fischer

Unser Leistungsfeld bezieht sich explizit auf die Beratung bei der Gründung sowie bei der späteren Nachfolge für ein Unternehmen. Wir unterstützen unsere Mandanten aber auch gerne bei der Ermittlung eines Unternehmenswertes zur Preisfindung. Ferner erstellen wir in unserer Kanzlei Fischer Wirtschaftsprüfer / Steuerberater die Erbschaft- und Schenkungssteuererklärung.

Entwicklung

Entwicklung in Deutschland

Aufgrund der geburtenstarken Jahrgänge in den 1960er, werden  in den kommenden 10 bis 15 Jahren sehr viele Unternehmer einen Nachfolger suchen. Viele Unternehmer werden dann in den Ruhestand treten und ihr Unternehmen übertragen wollen. Zukünftig wird daher mit erheblich mehr Beratungsbedarf in diesem  Bereich zu rechnen sein.  In dem Zeitraum 2014 – 2018 prognostizieren wir ca. 135.000 Unternehmensübertragungen.

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